Warum deutsche Gäste kurz vor der Buchung abspringen

Vermutlich kennen Sie es aus dem eigenen Urlaub: Das Ferienhaus sieht gut aus, die Lage stimmt, der Hund darf mit.

Sie klicken auf „Buchen“ – und plötzlich ist der Kalender auf Dänisch, das Formular fragt nach „Fornavn“, und die

Mietbedingungen gibt es als dänisches PDF. Spätestens da wird es unbehaglich.

Genau so geht es den Gästen Ihres Ferienhauses oder Ihres Betriebs an der Westküste. Die deutsche Startseite ist

selten das Problem. Verloren geht die Buchung in den letzten drei Schritten: Kalender, Formular, Bezahlung. Dort,

wo man sicher sein will, worauf man sich einlässt.

Wir sind zwei Deutsche in Varde. Nelina kommt aus dem Reisebüro und kennt die Fragen deutscher Urlauber aus der

Beratung. Michael entwickelt Websites und Buchungslösungen. Hier sind vier Stellen, an denen deutsche Gäste

abspringen – jeweils mit einer Frage, mit der Sie Ihre eigene Seite prüfen können.

1. Die Sprache verschwindet, wenn es ernst wird

Viele Seiten sind vorne deutsch und hinten dänisch. Die Wochentage im Kalender lauten „man, tir, ons“, ein

vergessenes Pflichtfeld meldet sich mit „Feltet er påkrævet“, die Bestätigungsmail kommt auf Dänisch.

Für den Gast ist das der ungünstigste Moment, die Sprache zu verlieren. Kurz vor dem Bezahlen will man jedes Wort

verstehen – vor allem bei Anzahlung und Stornierung. Wer die Bedingungen nicht versteht, klickt nicht auf

„Zahlungspflichtig buchen“. Er schließt den Tab und bucht dort, wo er alles versteht.

Prüffrage: Gehen Sie Ihre eigene Buchung einmal komplett auf Deutsch durch, bis zur Bestätigungsmail. Wo taucht

das erste dänische Wort auf?

2. Maschinell übersetzt klingt maschinell übersetzt

Aus „sommerhus“ wird „Sommerhaus“ – gesucht und gesagt wird in Deutschland aber „Ferienhaus“. Das dänische „du“

bleibt ein deutsches „du“, obwohl viele Gäste bei einer Buchung noch das „Sie“ erwarten. Einzeln sind das

Kleinigkeiten. Zusammen sagen sie: Hier hat kein Deutscher mitgelesen.

Und der Gast schließt vom Text aufs Haus. Wenn sich bei der Website niemand Mühe gegeben hat – wie steht es dann um

die Endreinigung?

Prüffrage: Lassen Sie einen deutschen Bekannten Ihre Texte laut vorlesen. Wo stockt er – oder schmunzelt?

3. Der Endpreis kommt erst ganz am Schluss

Deutsche Gäste vergleichen, oft auf mehreren Seiten nebeneinander. Erscheinen Strom nach Verbrauch, Endreinigung,

Bettwäsche und Handtücher erst im letzten Schritt – oder nirgends –, wirkt das Angebot plötzlich teurer als beim

Vermieter, der den Gesamtpreis von Anfang an zeigt. Überraschungen im Warenkorb kosten Vertrauen, auch wenn der

Betrag am Ende fair ist.

Prüffrage: Sieht ein Gast den Gesamtpreis für eine Woche, bevor er anfängt, das Formular auszufüllen?

Preisen und Nebenkosten widmen wir später in dieser Serie einen eigenen Beitrag.

4. Niemand, den man fragen kann

Darf der Hund allein im Haus bleiben? Können wir nach 20 Uhr anreisen? Gibt es ein Kinderbett? Wer unsicher ist und

nur eine dänische Telefonnummer und ein Kontaktformular ohne Antwortzeit findet, wartet nicht. Er bucht dort, wo die

Antwort schon auf der Seite steht.

Prüffrage : Steht irgendwo auf Ihrer Seite, dass man auf Deutsch schreiben oder anrufen kann – und wann man eine

Antwort bekommt?

Dafür braucht es nicht unbedingt eine neue Website

Der erste Schritt ist selten ein großes Projekt. Die Buchungsstrecke muss durchgehend deutsch sein, die wichtigsten

Texte auf Deutsch geschrieben statt übersetzt, Preis und Bedingungen früh und gut sichtbar. Vieles davon lässt sich

auf der Website umsetzen, die Sie schon haben.

Wo springen Ihre deutschen Gäste ab?

Wir gehen Ihre Buchungsstrecke so durch, wie ein deutscher Gast sie erlebt – von der Startseite bis zur

Bestätigungsmail – und schicken Ihnen eine kurze Liste der Stellen, an denen es hakt.

Kurzes Gespräch vereinbaren

Nelina und Michael, NeuKo know-how, Varde

Dies ist der erste Teil der Serie „Wie deutsche Gäste auf dänischen Websites buchen“.

Der Text ist mit Unterstützung von KI entstanden, das Bild wurde mit KI erzeugt.