„Ferienhaus mit Hund“: Warum deutsche Gäste Ihre Seite nicht finden

„Ferienhaus mit Hund“: Warum deutsche Gäste Ihre Seite nicht finden
So fängt fast jeder Urlaub an: Man tippt in Google, was man sich vorstellt. „Ferienhaus Dänemark Nordsee mit Hund“, vielleicht noch „Sauna“ dazu. Dann klickt man sich durch die erste Seite, selten durch die zweite.
Ihr Ferienhaus oder Ihr Betrieb an der Westküste würde genau passen. Aber er steht nicht in dieser Liste. Meist liegt das nicht am Haus, sondern an der Website: Sie ist für die Wörter geschrieben, mit denen Dänen suchen. Deutsche suchen mit anderen.
Wir sind zwei Deutsche in Varde. Nelina hat Internationales Management / Wirtschaft studiert und in der Tourismusbranche gearbeitet. Michael entwickelt Websites und Buchungslösungen. Hier sind vier Gründe, warum deutsche Gäste Ihre Seite nicht finden – jeweils mit einer Frage, mit der Sie es selbst prüfen können.
1. Gesucht wird mit den eigenen Wörtern
Auf Dänisch heißt es „sommerhus“, auf Deutsch sucht man nach „Ferienhaus“ oder „Ferienwohnung“. „Sommerhaus“ tippt kaum jemand ein, der Urlaub plant – genau dieses Wort liefert aber die maschinelle Übersetzung.
Bei den Orten ist es ähnlich. Deutsche machen Urlaub „an der Nordsee“, nicht am „Vesterhavet“, und sie suchen nach „Dänemark“. Viele schreiben Blåvand ohne å: „Blavand“ oder „Blaavand“. Was nicht auf Ihrer Seite steht, kann Google schlecht finden.
Prüffrage: Kommen „Ferienhaus“, „Nordsee“ und „Dänemark“ auf Ihrer deutschen Seite in den Überschriften vor – oder nur irgendwo im Fließtext?
2. Gesucht wird nach dem, was passen muss
Kaum jemand sucht nur nach einem Ort. Gesucht wird nach dem, was stimmen muss: „mit Hund“, „mit Sauna“, „mit Kamin“, „strandnah“, „eingezäuntes Grundstück“. Steht das nur als Symbol oder Häkchen in einer Liste, erkennt Google darin keine Antwort auf die Suche.
Prüffrage: Haben Ihre wichtigsten Merkmale – Hund erlaubt, Sauna, Entfernung zum Strand – einen Satz auf Deutsch, am besten in einer Überschrift?
3. Google muss sehen, dass die Seite deutsch ist
Viele Websites zeigen die deutsche Fassung über einen Knopf, der die Seite im Browser übersetzt. Für den Gast sieht das deutsch aus, Google sieht nur die dänische Seite. Eine deutsche Seite, die in der deutschen Suche erscheinen könnte, gibt es dann gar nicht.
Dasselbe gilt für den Seitentitel und die kurze Beschreibung, die Google im Suchergebnis anzeigt. Sind sie dänisch, sieht die Familie aus Hamburg einen dänischen Treffer – und klickt weiter.
Prüffrage: Hat Ihre deutsche Seite eine eigene Adresse (z. B. .../de/ )? Und was steht oben im Browser-Tab, wenn die deutsche Seite offen ist – Deutsch oder Dänisch?
4. Sie stehen neben den großen Portalen
Wer „Ferienhaus Blåvand“ sucht, sieht oben die großen Vermittlungsportale. Bei so allgemeinen Suchen gewinnt eine einzelne Website selten. Bei genauen Suchen – „Ferienhaus Blåvand mit Hund und Sauna“ – hat eine Seite, die genau dieses Haus in gutem Deutsch beschreibt, eine echte Chance.
Prüffrage: Welche drei Dinge machen Ihr Haus oder Ihren Betrieb besonders? Gibt es zu jedem davon eine deutsche Seite oder wenigstens einen eigenen Abschnitt?
In fünf Minuten selbst ausprobieren
Öffnen Sie ein privates Browserfenster, gehen Sie auf google.de und suchen Sie wie ein deutscher Gast: „Ferienhaus“, Ihr Ort und das, was Ihr Haus besonders macht. Wo stehen Sie? Und wer steht vor Ihnen?
Das Ergebnis hängt davon ab, wo man sucht – aus Dänemark sieht es etwas anders aus als aus Hamburg. Für einen ersten Eindruck reicht es.
Bei welchen deutschen Suchen werden Sie gefunden?
Wir suchen wie deutsche Gäste nach Ihrem Ort und Ihrer Unterkunft und schicken Ihnen eine kurze Liste: bei welchen Suchen Sie gefunden werden, wo Sie fehlen – und welche Wörter auf Ihre deutsche Seite gehören.
Nelina und Michael, NeuKo know-how, Varde
Dies ist der zweite Teil der Serie „Wie deutsche Gäste auf dänischen Websites buchen“. Erster Teil: Warum deutsche Gäste kurz vor der Buchung abspringen.
Der Text ist mit Unterstützung von KI entstanden, das Bild wurde mit KI erzeugt.